Historisches Museum Uri
Gotthardstrasse 18, 6460 Altdorf
T 041 870 19 06
M phideau@bluewin.ch
Aktuelles Ständige Ausstellung Museumspädagogik Historischer Verein
Museumsporträt Sonderausstellungen Museumsgut Neujahrsblatt
Museumsbesuch Führungen / Apéro Museumsprojekte Hauptseite
 
Übersicht
Eingangsbereich
Frühzeit
Mittelalter
Religion und Kirche
Verkehr
Renaissance-Saal
Musikautomaten
Militär und Waffen
Kleider und Wohnen
Hauptsaal
 
 

Raum Militär und Waffen




Ausstellungsgegenstände

Sonderbundsfahne 1847
Sonderbundsfahne 1847; rot mit Schweizerkreuz und den gemalten Wappen von Uri und Zug
     
Freischarenfahne
Freischarenfahne mit den Wappen (fehlend), Zug, Appenzell und Aargau.
     
Bataillonsfahne 1860
Bataillonsfahne Uri 1860; Standort abklären
     
Fahne von Ursern

     
Fahne Uri

     
Haustüre
aus Eichenholz geschnitzt, Schloss neuer
     
Tell erwartet den Vogt
auf Karton gemalt. Die Darstellung ist kaum der "Tellsprung" wie im Katalog angegeben wurde.
     
Wilhelm Tell
Kleine Darstellung von Tells Apfelschuss auf Holz. Oben geschrieben: "Wilhelm Tell". Das Bild ist offenbar aus einem grösseren Stück herausgesägt worden und aus dem Bilde wurde wiederum ein kleines Viereck gesägt un wieder eingesetzt.
     
Porträt Johann Püntener von Brunberg

     
Karl Emanuel Bessler von Wattigen
Hauptmann, Pannerherr, Landammann, gest.1681
     
Emanuel Bessler von Wattingen
Landammann u. Pannerherr, gest. 1623
     
Karl Alphons Bessler von Wattingen
Königl.kath.Majestät Dienst, Oberstbrigadier, Landammann, Pannerherr, gest. 1742
     
Wilhelm Tell
Genuina Guil. Telli
     
Johann Ulrich Püntener
Landammann, geb. 1635, gest. 1717
     
Holzskulptur St. Sebastian
St. Sebastian, unten Sockel mit Öffnung für Reliquien; alte Bemalung
     
Holzskulptur St. Barbara
Brustbild St. Barbara mit Kelch und Turm; abgelaugt
     
Inhalt Vitrine Fremde Kriegsdienste

     
Uniformrock

     
Behälter Ury N.6.

     
Apostelkanone

     
Apostelkanone S. Philippus

     
Kanonenrohr, Apostelkanone S. Johannes

     
Kanonenrohr, Apostelkanone S. Andreas

     
Munitionskiste

     
Uniformrock

     
Falkonetlein
In der Fortsetzung des Kiesbodens ist ein Geschütz mit Lafette aus dem 17. Jahrhundert, ein sogenanntes "Falkonetlein", ausgestellt, ein im Gegensatz zu den eher schwerfällig umzuplatzierenden Kanonen äusserst bewegliches und leicht zu handhabendes Geschütz. Da es sich um einen Hinterlader handelt, konnte es auch bei sehr engen Platzverhältnissen ohne Schwierigkeiten benützt werden.
     
Lanze

     
Lanze

     
Foto Urner Büchsenmacher

     
Messer, italienisch
italienisch
     
Sponton
Infanterie-Offizier
     
Lanfgspiess-Fragment

     
Halbharnisch
deutsche oder schweizerische Fertigung, bestehend aus Sturmhaube, Kragen, Brust mit geschobenem Beintaschen-Paar, Brücken, Ober- und Unterarmzeug sowie Handschuh-Paar. Der Halbharnisch stammt aus dem Frauenkloster in Seedorf, wo er früher aufbewahrt wurde.
     
Stutzerlauf, schweizerisch/Uri, 1742, Marken des Johann Florian Muoser (1696-1755) Bürglen
Die Waffe wurde vom Urner Büchsenmacher Johann Florian Muoser (1696-1755) hergestellt. Sie ist mit seiner Meistermarke versehen.
     
Stutzerlauf, schweizerisch/Uri, 1754, Marken des Johann Florian Muoser (1696-1755), Bürglen
Als Schützen- und Jagdwaffe gebraucht; Die Waffe wurde vom Urner Büchsenmacher Johann Florian Muoser (1696-1755) hergestellt. Sie ist mit seiner Meistermarke versehen; Messinggarnitur und Schäftung um 1820/30
     
Gewehr, eidg.Ord.1863/67, Syst.Milbank-Amsler, Infanterie, Kt.Uri.

     
Jägergewehr
eidg. Ordonnanz 1856/59/67;
     
Stutzer, eidg.Ord.1851/67, Syst.Milbank-Amsler, Scharfschützen, Kt.Uri.
eidg. Ordonnanz 1851/67 Scharfschützen; Franz Gamma, geb.1833, Büchsenmacher in Altdorf, beteiligt sich 1857 an der Industrieausstellung in Bern. 1865/68 unterbreitet Gamma mit Infanger (Gamma&Infanger Uri) der Eidgenossenschaft mehrschüssige Hinterladerwaffe, vgl. WM 237. Schneider, am Rhyn, Eidgenössische Handfeuerwaffen, 1979, Bd.2, S. 88.
     
Repetiergewehr, eidg.Ord.1878, Syst.Vetterli, Infanterie

     
Repetiergewehr, eidg.Ord.1869/71, Syst.Vetterli, Infanterie, Kt.Uri

     
Kadettengewehr, eidg.Ord.1870, Typ II, Syst.Vetterli

     
Perkussionsstutzer, Eidgenössische Ordonnanz
schweizerisch um 1850, Schützenwaffe in der Art des provisorischen Mod.1848, Kt.Zürich. Schützenwaffe in der Art des provisorischen Stutzermodells 1848, Kt.Zürich. Das Visier entspricht jedoch bereits der eidg.Ord.1851.
     
Perkussionsgewehr, eidg.Ord. 1842/59, Syst.Prélaz-Burnand
Infanterie, Kt.Uri.
     
Infanteriegewehr, Eidegnössische Ordonnanz
eidg.Ord. 1817/42/59, Syst.Prélaz-Burnand, Infanterie, Kt.Uri.
     
Infanteriegewehr, Eidegnössische Ordonnanz
eidg.Ord. 1817/42/59/67, Syst.Milbank-Amsler, Infanterie, Kt.Uri.
     
Steinschlossstutzer, kant.Ordonnanz
kant.Ord. um 1820, Scharfschütze, Kt.Uri.; Gemäss eidgenössischem Militär-Reglement von 1817 hatte Uri dem Bundesauszug 100 Scharfschützen zur Verfügung zu stellen. Es dürfte sich um einen der wenigen, möglicherweise den einzigen, noch im Originalzustand erhaltenen Ordonnanzstutzer handeln, der nach 1817 zur Bewaffnung der Urner Scharfschützen diente.
     
Perkussionsstutzer
Perkussionsstutzer, schweizerisch um 1820/40, Jagd- und Schützenwaffe mit älterem Lauf datiert 1733 von Johann Florian Muoser, Bürglen. Für den um 1820 hergestellten ursprünglich für das Steinschlosssystem eingerichteten Stutzer fand ein älterer Lauf Verwendung. Die Waffe wurde um 1840 perkussioniert.
     
Steinschlossgewehr, russisch, Modell 1763
Kavallerie (?), hergestellt während der Regierungszeit der Kaiserin Katharina II., 1762-1796, gelangte 1799 mit der russischen Armee des Generals Suworow in den Kt.Uri. Die noch erhaltenen, von den Truppen des Generals Suworow in der Schweiz zurückgelassenen Waffen oder Uniformenteile wurden noch nie erfasst (Vgl. Hans Rudolf Fuhrer, Suworows Ort in der Schweizer Geschichte, Kolloquiumsbeitrag 1999, S.95/96, "5.Materielle und übrige Spuren") Einige sehr interessante Stücke befinden sich u.a. im Schweiz.Landesmusem.
     
Steinschlossstutzer im schweizerischen Stil
Arbeit von Fridolin Menzi 1924, Yverdon, unter Verwendung eines Laufes des Urner Büchsenmachers Josef Zwyer von 1710. Die Waffe wurde von dem Mechaniker Fridolin Menzi (1873-1957), Yverdon hergestellt. Er verwendete einen gekürzten Lauf des um 1700 in Schattdorf, Kt.Uri, nachgewiesenen Joseph Zwyer, der 1712 in der 2.Schlacht bei Villmergen den Tod fand. Die Zwyermarke wurde falsch gestochen, so dass sie seitenverkehrt erscheint und die beiden "ii" vor das seitenverkehrte "Z" zu stehen kommen.
     
Steinschloss-Gewehr, englisch um 1800, Modell "india pattern"
Englisches Modell, sogenannte "Brown Bess", Infanterie; Infanterie, Teil eines Waffengeschenks Österreichs von 1847 für den Sonderbund. Nach den napoleonischen Kriegen verfügte Österreich in Oberitalien über grosse Bestände an englischen Gewehren, die Grossbritannien dem Alliierten zur Verfügung gestellt hatte. Als Ersatz für die im Frühjahr 1814 von den Österreichern bei ihrem Abzug in Genf requirierten Waffen wurden der Rhonestadt 3000 Gewehre aus den Zeughäusern der Lombardei angeboten. Dabei handelte es sich um India pattern-Gewehre. Diese wurden von Genf wegen ihrem grossen Kaliber und auch wegen des revisionsbedürftigen Zustands abgelehnt. Dank einer Intervention Metternichs vom 24.März 1814 erhielten die Genfer schliesslich Waffen von französischem Kaliber, wie sie in der Eidgenossenschaft gebräuchlich waren. Die englischen Gewehren in österreichischem Besitz scheinen 1847 Teil einer für den Sonderbund bestimmten Waffensendung gebildet zu haben. Am 9.Juni 1847 genehmigte Kaiser Ferdinand I. die Abgabe von "3000 altartigen jedoch wohl brauchbaren Steinschlossgewehren aus den Zeughäusern des lombardisch-venezianischen Königreiches", mit entsprechendem Auftrag an den Feldmarschall, Graf Radetzky. Die 3000 Gewehre wurden in Mailand bereit gestellt und von Oberstleutnant Alois von Reding aus Schwyz übernommen. Der Transport gelangte wohlbehalten durch den Tessin in die Innerschweiz. Weil man feststellte, dass das Kaliber der zur Verfügung gestellten österreichischen und englischen Gewehre bedeutend grösser war als dasjenige der in den inneren Kantonen verwendeten Gewehre, ersuchte man Österreich um die Lieferung von 300'000 kalibermässigen Papierpatronen. Der Munitionstransport wurde von den Tessiner Behörden Ende Juli 1847 zurückgehalten. Die Tagsatzung verbot in der Folge die Einfuhr von Waffen für die Sonderbundskantone. Der Sonderbund konnte sich nicht entschliessen seine Ansprüche mit Waffengewalt geltend zu machen, obschon es zu weiteren Beschlagnahmungen kam. 1200 der von Österreich geschenkten Gewehre waren für den Kt.Uri bestimmt. Ob diese vollumfänglich eingetroffen sind und trotz Munitionsmangels zum Einsatz gelangten, wäre zu prüfen. Als Reminiszenz blieben einige wenige India pattern-Gewehre mit Kantonsschlägen von Uri (Hist.MuseumAltdorf) und Schwyz (Privatbesitz) erhalten.
     
Martini-Stutzer

     
Repetierkarabiner, System Gamma & Infanger, Altdorf
schweizerisch um 1868; Dieses Modell wurde von Gamma & Infanger dem eidg. Militärdepartement 1869 als Versuchswaffe vorgelegt; möglicherweise Prototyp zum Vetterli-Karabiner. Über die Aktivitäten der Firma Gamma & Infanger ist bisher wenig bekannt. Sie nahm mit einem Infanteriegewehr 1865 und einem Karabiner 1868 an Wettbewerben, die vom eidg.Militärdepartement ausgeschrieben worden waren, teil.
     
Tschako, eidg. Ordonnanz 1869
eidg. Ordonnanz; Offizier, Scharfschützen Uri, Einteilungszahl 6.
     
Pauke
schweizerisch; Uri (?), Pauke für Umzugs- oder militärischen Gebrauch, Landsgemeinde (?)
     


Copyright: Historischer Verein Uri, Altdorf / Letzte Aktualisierung: 18.4.2015