Historisches Museum Uri
Gotthardstrasse 18, 6460 Altdorf
T 041 870 19 06
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Die aktuelle Sonderausstellung



Weihnachtsausstellung 2022/2023 mit Urner Krippen

Öffnungszeiten:
30. November 2022 bis 16. Januar 2023
auch am 24. und 25. Dezember 2022 sowie am 1. und 6. Januar 2023 geöffnet
mittwochs, samstags und sonntags
von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Die Ausstellung kann für Gruppen auch ausserhalb dieser Öffnungszeiten – mit oder ohne Führung / mit oder ohne Apéro – besucht werden.
Auskunft Familie Arnold, Telefon 041 870 19 06.


Im Verlauf des 19. Jahrhunderts konnte man im Kanton Uri, so in Amsteg, Andermatt, Seelisberg und Unterschächen, während der Weihnachtszeit in den Kirchen wieder Weihnachtskrippen bewundern, nachdem sie im 17. Jahrhundert von den Diözesanbehörden verboten worden waren. Die Kirche von Wassen besass seit ihrem Bestehen schon die dritte Krippe. Erstfeld beherbergte eine Kastenkrippe mit einem Jesuskind in einem Glasschrein, hergestellt Ende des 18. Jahrhunderts (heute im Historischen Museum Uri). Die Darstellung der Geburt Jesu erfreute das Volk, vor allem die Kinder.

Vorerst waren das Jesuskind, Maria und Josef sowie Ochs und Esel zu besichtigen. An bestimmten Tagen wurde die Krippe mit neu hinzutretenden Figuren, wie den Hirten vom Felde oder den drei Weisen, erweitert. Zuweilen wechselten die Figuren dem Verlauf der biblischen Geschichte entsprechend ihren Platz. Die drei Weisen rückten an den Tagen vor dem 6. Januar immer näher zur Krippe, hie und da traten sie am Dreikönigstag an den Platz der Hirten oder wurden neu hinzugestellt. Die Krippe stand zuweilen auf der Kanzel, auf dem Altar, manchmal bei oder unter einem Weihnachtsbaum.

Auch im Kanton Uri war die Krippentradition von den Klöstern ausgegangen. Ursprünglich wurden die Klosterarbeiten für den Eigengebrauch oder als Geschenk für Verwandte und Gönner geschaffen. Die finanzielle Schwächung der meisten Frauenklöster führte im 19. Jahrhundert zum Verkauf solcher Arbeiten. Was im Kloster verblieb, wurde gerne von jüngeren Generationen wieder in Ordnung gebracht und gleichzeitig dem veränderten Geschmack angepasst. Die Klosterarbeiten aus St. Karl in Altdorf zeigen dies exemplarisch.

Die Hauskrippe drang im 19. Jahrhundert auch in Uri, früher als der Weihnachtsbaum, in die Wohnstuben der Familien ein und wurde zum Mittelpunkt des häuslichen Weihnachtsfestes. Wie in der ganzen Innerschweiz waren auch hier die Krippen nach süddeutscher Art beliebt, bei denen bekleidete Figuren einen reichen Aufmarsch zum Christkind darstellten. Vielfach blieben die Krippen in den Kirchen und in den Wohnstuben bis am 6. Januar, spätestens aber bis zu Lichtmess (2. Februar), aufgestellt. Doch bis in die 1920er-Jahre war es nur wenigen Leuten möglich, sich eine kunstvolle grössere Hauskrippe zu leisten. Papierkrippen hingegen waren billig und brauchten im zusammengeklappten Zustand äusserst wenig Platz.

Zur Beginn des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich die Weihnachtskrippen auch in die Innerschweizer Schulzimmer. Um 1930 setzte auch in unserer Gegend der Krippenbau ein. Vor allem Jugendliche befassten sich mit dem Basteln von Weihnachtskrippen. Früher wie heute stellen Weihnachtskrippen ein Kunsthandwerk dar, das eigene persönliche Gestaltungsfähigkeiten ermöglicht und entfaltet. Hiesige Krippenbauerinnen und -bauer stellen in der Weihnachtsausstellung 2022/23 im Hitsoirschen Museum Uri selbstgemachte Weihnachtskrippen und Krippenfiguren aus.

Die Ausstellung wurde von Walti Bär und seinem Team gestaltet.

     

   
Copyright: Historischer Verein Uri, Altdorf / Letzte Aktualisierung: 06.11.2022



Urner Krippenausstellung

Öffnungszeiten:
29. November 2022 bis
15. Januar 2023

mittwochs, samstags, sonntags
von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

zusätzlich:
24. und 25. Dezember 2022
1. und 6. Januar 2023

 von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Ausstellung kann für Gruppen auch ausserhalb dieser Öffnungszeiten besucht werden Auskunft: Familie Arnold
Telefon 041 870 19 06

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Die Ausstellung kann auch als festlicher und weihnächtlicher Rahmen für einen schönen Familien- oder Firmenapéro gewählt werden
(Auskunft 041 870 19 06)

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